10.000 km Fahrstrecke bewältigt - 50.000 Euro (Sach- und Geldwerte) übergeben - 1000 Kinder glücklich gemacht!

Schon seit 1989 begann der RC Eschwege, erste Kontakte nach Breslau zu knüpfen. Einerseits sollte das durch die Vergangenheit belastete Verhältnis zu Polen verbessert und andererseits ein damals akuter Versorgungsengpaß der polnischen Bevölkerung mit Lebensmittel-, Kleidungs-und Medikamentensendungen beseitigt werden„, schreibt Der Rotarier“ in Heft 7 aus dem Jahr 1999 über unsere völkerverständigende Aktion.

Noch erschwert durch rigide Grenzformalitäten und Treibstoffengpässe, wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Pfarrer Roman Gradolewski 1989 erste Transporte mit überwiegend Lebensmitteln auf den Weg geschickt. Durch einen herzlichen freundschaftlichen Kontakt mit Frau Prof. Lewandowska von der Universitätskinderklinik Breslau und der unschätzbaren Dolmetscherarbeit der Eschweger Zahnärztin Joanna Wegner wurden in den folgenden Jahren zusätzlich Kinderspielzeug, Medikamente und ärztliches Gerät nach10 Jahre Betlejem - RC Eschwege Polen transportiert. Diese Transporte wurden in den letzten fünfzehn Jahren von ca. einem Drittel der Clubfreunde irgendwann persönlich begleitet, so daß der persönliche Kontakt zwischen der polnischen Bevölkerung und den Clubmitgliedern intensiviert werden konnte. Durch die allgemeine Verbesserung der Versorgungslage in Polen hat sich der RC Eschwege seit 1995 auf ein Projekt besonderer Art konzentriert. „Betlejem“ ein Heim für ledige Mütter und Kinder in Miekinia bei Breslau wurde von dem Juristen Dr. Jacek Mazurkiewicz in uneigenütziger Weise gegründet . Die Idee des Projektes ist faszinierend. Eine zweihundert Jahre alte Dorfschmiede wurde zu Mutter-und Kind-Wohneinheiten umgebaut und trägt sich nur durch ehrenamtliche Mitarbeiter und Spenden. Neben Spielzeug und Bekleidung für Mütter und Kinder spenden die Eschweger Rotarier bei den jährlichen Besuchen auch namhafte Geldsummen. In den letzten Jahren wurden auch Kontakte zum RC Wroclaw ( Breslau ) geknüpft. In warmherziger Atmosphäre tauschte man besonders mit dem Pastpräsidenten Janusc Stanczyk Informationen und Erfahrungen aus.

„Handele im Sinne des Friedens und der Völkerverständigung als Voraussetzung für die Rotarische Weltgemeinschaft, die sich im Ideal des Dienens verbunden fühlt.„ So lautet ein Hauptziel der Rotary Clubs. In diesem Sinne nehmen Eschweger Rotarier jährlich die Strapazen einer anstrengenden, aber immer wieder erlebnisreichen Fahrt auf sich. Wir freuen uns über eine gelungene rotarische Aktion im Bereich des internationalen Dienstes und des Gemeindienstes und denken, daß wir einige kleine Mosaiksteine in das große Bild der deutsch-polnischen Völkerverständigung einfügen konnten.

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